TeamViewer veröffentlichte Ende Oktober ein Sicherheitsbulletin zu drei Schwachstellen in seinen Clients. Die Fehler betreffen unterschiedliche Komponenten und Plattformen. Ich ordne ein, welche Versionen laut Anbieter behoben sind und was Nutzer bei ihren Installationen prüfen sollten.
Drei CVEs, unterschiedliche Angriffsszenarien
Das Bulletin TV-2026-1011 führt CVE-2026-92372, CVE-2026-92374 und CVE-2026-111585 auf. Die höchste Bewertung beträgt CVSS 8,8 („High“).
- CVE-2026-92372: Ein Fehler im Bilddecoder des Full Client für Linux und macOS kann bei präparierten Bildschirmdaten während einer Fernsteuerungssitzung oder beim Öffnen einer manipulierten Sitzungsaufzeichnung Codeausführung ermöglichen. Dafür ist eine Benutzeraktion erforderlich.
- CVE-2026-92374: Eine lokale Rechteausweitung betrifft den Full Client und Host unter macOS. Laut Bulletin kann ein lokaler Angreifer mit niedrigen Rechten eine manipulierte Installationsdatei einschleusen.
- CVE-2026-111585: Ein Integer-Overflow bei der Verarbeitung komprimierter Bildschirmdaten kann zu einem Absturz führen und abhängig von Plattform und Situation möglicherweise Code im Kontext des betrachtenden Prozesses ausführen. Voraussetzung ist eine Sitzung zu einem kontrollierten oder kompromittierten Host.
Welche Versionen betroffen sind
Die Schwachstellen betreffen TeamViewer Remote, Tensor und ONE. Das Bulletin nennt für die aktuellen Full-Client- und Host-Produkte Version 15.83 als behobene Version; auch für Portable und die Android-Remote-Control-App nennt es entsprechende Fixes. Ältere Wartungszweige haben eigene Versionsnummern. Wer ein älteres Betriebssystem oder eine Legacy-Version nutzt, sollte deshalb die produktspezifische Tabelle im Bulletin prüfen statt nur die Hauptversionsnummer zu vergleichen.
Was Nutzer jetzt tun können
TeamViewer empfiehlt, auf die neueste verfügbare Version zu aktualisieren. Ich würde dabei alle genutzten Varianten berücksichtigen: Full Client, Host, Portable und gegebenenfalls die Android-App. Wer mehrere Geräte verwaltet, sollte die Version auf jedem Gerät kontrollieren.
Der Anbieter erklärte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, ihm seien keine aktiven Ausnutzungen in freier Wildbahn bekannt. Das ist eine zeitgebundene Aussage aus dem Bulletin vom 27. Oktober, zuletzt aktualisiert am 28. Oktober 2026; sie ist keine Garantie für den heutigen Stand.